Vermittlungsworkshop „War Requiem“ mit der 9FL1 und der NDR Radiophilharmonie

Im September hatten wir in der Schule drei Workshoptage, in denen wir uns mit dem Werk „War Requiem“ von Benjamin Britten auseinandergesetzt haben. Am ersten Tag mussten wir mit Wachsmalern unsere Gefühle beim Hören einiger Ausschnitte des Werkes zu Papier bringen und haben allgemeine Infos zum Requiem bekommen. Am zweiten Projekttag durften wir in die Rolle von Owen oder Komponist Britten schlüpfen. Wir haben fiktive Interviews mit beiden vorgetragen und konnten uns so gut in die Lage der beiden versetzen. Außerdem haben wir uns mit dem Gedicht „Parable of the old man and the young“ von Owen auseinandergesetzt. Danach haben wir kurze Szenen aus diesem Gedicht einstudiert, sie vertont und sie der Klasse vorgetragen. Der Abschluß des Projekts war dann nach den Herbstferien der Besuch im Kongresszentrum in Hannover, wo wir uns Präsentationen der anderen Schulen, die ebennfalls an Workshops teilgenommen hatten, angesehen und selbst ein kurzes Interview mit Owen und unsere Szene zu Owens Gedicht vorgestellt haben. Diese Präsentationen haben sich leider sehr in die Länge gezogen und es war auch nicht alles perfekt durchgeplant, jedoch fand ich es spannend zu sehen, was andere Workshop-Teilnehmer in der kurzen Zeit alles auf die Beine stellen konnten. Unter anderem wurden Tänze gezeigt, Rollenspiele und vieles mehr. Danach gab es eine kurze Mittagspause und gleich danach sind wir in den wunderschönen Kuppelsaal im HCC gegangen, um uns dort die 85-Minutige Generalprobe des War Requiems anzuhören. Es hat mich sehr beeindruckt und berührt, das komplette Stück live zu sehen, da wir vorher immer nur Ausschnitte gehört hatten. Nachdem es beendet war, gingen wir wieder zurück in einen anderen Saal, wo ein Gruppenfoto gemacht wurde. Es war leider schlecht organisiert, da viele Klassen einfach schon gegangen sind, obwohl wir uns gegenseitig noch über Eindrücke austauschen sollten, was dann leider etwas zu kurz kam.
Alles in Allem fand ich das Projekt gut und würde ein ähnliches auch nochmal wiederholen, denn dadurch haben wir sehr gut die Hintergründe dieses Werks kennengelernt und die emotionale Lage der Menschen im Krieg.
Ich finde alles hätte etwas besser geplant sein können und unser Workshop war ebenfalls nicht besonders nachhaltig, da sich dieser sehr hingezogen hat und wir das meiste über das Requiem im Unterricht gelernt haben. Jedoch allein schon der Besuch im Kongresszentrum hat mich so sehr überzeugt, dass ich das Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen würde.

Von Ann-Kathrin Mecke

 

Fotos: (C) NDR