Jugend forscht: Preisträgerin Amelie Marschollek

Da Amelie Marschollek selbst viel besser erklären kann, was genau sie als Projekt bei Jugend forscht in der Kategorie Chemie eingereicht hat, habe ich sie gebeten, dies hier einmal so leicht verständlich wie möglich zu tun:

In meinem Projekt habe ich untersucht, wie man Nanopartikel als Wirkstofftransportsystem für Medikamente nutzen kann. Durch eine gezielte Freisetzung der in Nanopartikeln verkapselten Wirkstoffe könnten in Zukunft Nebenwirkungen, z.B. bei der Chemotherapie in der Krebsbehandlung, verringert werden.

Um diese Freisetzung zu kontrollieren, gibt es mehrere Möglichkeiten, wovon ich den Mechanismus der pH-Wert abhängigen Freisetzung untersucht habe. Dieses Prinzip basiert darauf, dass die Nanopartikel aus einem Stoff hergestellt werden, der bei bestimmten pH-Werten stabil bleibt und sich bei anderen pH-Werten auflöst und somit die verkapselten Wirkstoffe freisetzt. In der Krebsbehandlung kann dieser Mechanismus verwendet werden, da die Umgebung von Tumoren geringere pH-Werte aufweist, als gesunde Bereiche im Körper. So könnte die Medikamentenverabreichung mithilfe von Nanopartikeln präziser gesteuert werden als bisher, was Gegenstand der aktuellen Medizinforschung ist und ich in vereinfachter Weise in meinem Projekt untersucht habe.

Wir gratulieren unserer angehenden Abiturientin Amelie Marschollek zum dritten Platz in der Kategorie Chemie beim Regionalwettbewerb Jugend forscht!