Gymnasiasten bezwingen den Informatik-Biber

Oliver Ludwig belegt den zweiten Platz und gehört damit zu den besten fünf Prozent der mehr als 373 000 Teilnehmer

Seit seiner Premiere 2006 finden sich jedes Jahr mehr und mehr Schüler, die dem Informatik-Biber zeigen wollen, wo der Hammer hängt. Nicht nur bundesweit, sondern auch in Sarstedt. 52 Schüler des Gymnasiums Sarstedt haben 2018 beim Wettbewerb teilgenommen (das Jahr davor waren es 47) , 27 bekamen gestern sogar Auszeichnungen. Oliver Ludwig aus dem zwölften Jahrgang ist dabei der Spitzenreiter der Schule. Mit einem stolzen zweiten Preis ist er unter den besten fünf Prozent aller Teilnehmer – und das sind immerhin 373 406 Schüler von 2101 Bildungseinrichtungen. Er habe versucht zu programmieren, das habe ihm Spaß gemacht und so sei das Interesse an der Informatik gewachsen, berichtet Oliver Ludwig, der auch Informatik für seine Abi-Prüfung gewählt hat. Der Informatik-Biber – das Pendant zum Känguru der Mathematik – ist das Einstiegsformat der Bundesweiten Informatikwettbewerbe, kurz BWINF. Dahinter stecken als Träger und Förderer die Gesellschaft für Informatik, der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie, das Max-Planck-Institut für Informatik und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ohne Vorkenntnisse, rein mit logischem und strukturellem Denken, sollen die Schüler die in einem Online-Test gestellten altersgerechten Aufgaben im Bereich Informatik bewältigen, so das Konzept. Damit soll nicht nur das Interesse am Fach geweckt werden. Es geht für die Schüler auch darum, zu verstehen, wie Algorithmen funktionieren, also wie Computer ticken und logisch aufgebaut sind. Es geht eher um die Ideen und Kombinationen, die hinter dem Programmieren stehen. Der Test, der innerhalb von 40 Minuten bearbeitet werden muss, enthält 15 Aufgaben, die sich in fünf einfache, fünf mittel-schwere und fünf schwere Arbeiten gliedert. Richtige Antworten werden mit einem Punktesystem belohnt. „Für die Lösung der Aufgaben im Biber-Test ist ein gewisses logisches Verständnis nötig“, erläutert Lehrer Peter Engehausen. „In der Oberstufe hilft den Schülern auch das Wissen, das sie im Unterricht erworben haben. So haben sie dann schon ein Verständnis dafür, wie Sortieralgorithmen funktionieren.“ Von den 52 Sarstedter Schülern haben 13 aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 eine Anerkennung erhalten. Den dritten Rang erreichten aus der Jahrgangsstufe 9 bis 10 Jan Engehausen und aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 Joschua Wagner, Lukas Hölscher, Cordelia Plich, Marcel Engelke, Mangnus Ulisch, Christian Staub, Sebastian Patsch, Ines Glaser, Justin Posorski, Fabian Bettels, Laurin Dorra und Lars Trüe. Sie befinden sich damit mit ihren Leistungen landesweit im oberen Drittel.